Search
  • mo0457

Warum ist achtsames Atmen wichtig?


Achtsames Atmen sorgt nicht nur für physische, sondern auch mentale Stabilität!

Im Alltag beschäftigen wir uns mit so vielen Dingen, aber selten mit unserer Atmung, da sie unterbewusst gesteuert wird. Merken tun wir nur etwas, wenn wir nicht richtig atmen können, wie z.B. während einer intensiven Sporteinheit und im Extremfall, wenn unsere Atmung durch eine Krankheit beeinträchtigt wird. Aber ist Atmen einfach nur Atmen? Oder hat es weit tiefergehende Auswirkungen auf uns, als uns bewusst ist? Offensichtlich ist, dass wir ohne zu atmen nicht überleben können, dies ist allen klar! Aber ist Dir bewusst, dass Deine Atmung nicht nur Auswirkungen auf Deinen Körper, sondern auch auf Dein mentales Wohlbefinden hat?


Als Experte für Kampfkunst und Persönlichkeitsentwicklung benutze ich die Atmung, um meinen Klienten zu zeigen, wie sich Körper und Geist gegenseitig beeinflussen. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass Menschen durch achtsames Atmen einen besseren Zugang zu ihren Emotionen erhalten können und dadurch besser mit Herausforderungen umgehen können.


Achtsames Atmen hat so eine hohe Relevanz für unsere eigene Resilienz, weil es uns ein direktes Feedback auf unseren Gemütszustand gibt. Sind wir nervös, ängstlich oder auch aufgeregt neigen wir dazu nur in die Brust zu atmen, dies hat zur Folge, dass wir unseren Körper nicht mit genug Sauerstoff versorgen, was im Extremfall zu einer Hyperventilation führen kann. Sind wir dagegen entspannt, atmen wir automatisch in den Bauch und fühlen uns viel ausgeglichener.


Nehmen wir nochmal die Kampfkunst als Beispiel. Wenn wir einen kräftigen Schlag ausführen wollen, müssen wir über unseren Bauch atmen, da wir sonst keine Energie in unseren Schlag legen können. Es wäre so, wie seinen Wagen auf Glatteis schieben zu wollen, wir würden energetisch wegrutschen, da wir uns nicht mit dem Boden verbinden können.


Was passiert denn, wenn wir in den Bauch atmen? In dem Moment, wo wir in den Bauch atmen verlagern wir unseren Schwerpunkt weiter nach unten und gewinnen, dadurch mehr Stabilität. Probiere es doch einfach mal aus! Stell‘ Dich aufrecht hin, mit beiden Füssen parallel nach vorne ausgerichtet. Denke nun an etwas, was Dir Angst macht oder unangenehm ist. Wie stabil stehst Du? Und was verändert sich, wenn Du an etwas wirklich Schönes denkst? Was macht dies mit Deiner Stabilität!


Achtsames Atmen verhilft Dir aber nicht nur zu physischer Stabilität, sondern auch zu mentaler Stabilität. Stell‘ Dir ein Glas vor in dem aufgewirbelte Erde ist, dies sind unsere Gedanken über die Vergangenheit und Zukunft. Erst in dem Moment, wo wir uns bewusst auf unsere Atmung konzentrieren, beruhigen sich unsere Gedanken, equivalent zu der Erde im Glas, die zu Boden sinkt, wenn das Glas nicht mehr bewegt wird. Und was passiert, wenn die Erde zu Boden gesunken ist? Das Wasser wird wieder klar! Dieses bewusste, zu unserem Körper, zu unserer Atmung zurückkommen ist achtsames Atmen.


Es hilft uns wieder im gegenwärtigen Moment anzukommen. Meine bevorzugte Methode der achtsamen Atmung ist Meditation. Deswegen habe ich Dir hier eine kurze Anleitung aufgeschrieben, die Dir hilft achtsam zu atmen.


Die nachfolgenden Schritte dienen dazu sich kurzfristig wieder neu zu fokussieren bzw. zu erden.



Die Schritte 1.-6. kann man immer zwischendurch machen, um wieder bei sich anzukommen. Den kompletten Ablauf empfehle ich z.B. vor schwierigen Gesprächen mit Mitarbeitern.


1. Setze Dich aufrecht hin und setze beide Füße mit der kompletten Fußsohle auf dem Boden ab und lege Deine Hände locker auf Deine Oberschenkel mit der Handfläche nach unten. Alternativ kannst Du Dich auch hinstellen und lässt Deine Hände locker runterhängen.


2. Richte Deinen Kopf so aus, als wenn er an einer unsichtbaren Schnur, am Scheitelpunkt aufgehängt wäre.

3. Entspanne Deine Schultern


4. Nun mache ein paar Atemzüge.


5. Beobachte Deinen Atem. Wo atmest Du gerade? Mehr in die Brust oder in den Bauch? Atmest Du Durch die Nase ein und aus oder nur durch den Mund? Nimm Deinen Atem einfach nur wahr.


6. Atme in Deinem, Dir eigenen Rhythmus.


7. Nun atme durch die Nase ein und visualisiere Dir den Atem, wie er als Nebel durch Deine Nasenlöcher eingesogen wird und fühle, wie dieser Deine Lungen füllt. Richte Deine Aufmerksamkeit auf das Ausdehnen Deines Bauches, wenn Der Nebel Deinen Bauch ausfüllt.


8. Stelle Dir diesen Nebel als Energienebel vor, der Dich mit neuer Energie auflädt, genau wie der Morgennebel die Pflanzen mit wohltuender Feuchtigkeit versorgt.


9. Nun atme langsam durch die Nase wieder aus und stelle Dir vor wie Du Deine verbrauchte Energie, langsam wieder von Deinem Bauch aus über Deinen Mund wieder ausatmest.


10. Wiederhole so viele Atemzyklen, wie Du brauchst, um Dich wieder zu entspannen.


Tipp:

Stelle Dir einen Timer, um Dich an achtsames Atmen zu erinnern z.B. auf alle 90 Minuten. Sobald der Timer ertönt beende was Du aktuell machst und wende Dich Deiner Atmung zu. Du wirst sehen, wie Dich diese Übung entspannter werden lässt.

5 views0 comments

Recent Posts

See All
Kontaktformular

©2021 Manuel Chandramohan